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Ich saß heute in meinem Lieblings-Café (hier gibt es den besten Kaffee in ganz Berlin), als mein Blick auf das Cover der Cosmopolitan Ausgabe April 2013 fiel. Neben Lena Gercke als Covergirl war eine der Headlines: „Mein Coach im Netz“. Die Cosmopolitan gehört jetzt nicht zu meiner Standard-Café-Lektüre und für mich war es die Zeitschrift, auf dessen Cover die Gewinnerinnen von „Germanys Next Topmodel“ abgedruckt werden. Also schaute ich einmal, was dort so über Coaching geschrieben wurde.

 Ich war erst einmal positiv überrascht, dass dem Thema drei ganze Seiten gewidmet wurden, wobei es in dem Artikel von Tanja Pöpperl darum geht, ob ein Coaching im Internet etwas bringt. Dabei wird von Beginn an klargestellt, dass ein virtuelles Coaching ein persönliches nicht ersetzen kann.  Als einer der Vorteile wird die Anonymität genannt, welche der „Coach im Netz“ bietet. Wir sehen auch immer wieder beim Life Coaching nach Martin Geiger, dass diese Anonymität für die Klienten ein wichtiger Punkt für die Entscheidung zum Coaching ist.
Untersuchungen zufolge sollen diese Webangebote Wirkung zeigen, abhängig von der jeweiligen Thematik. So sind es häufig die Probleme, bei denen das eigene Schamgefühl eine Rolle spielt.

Nach einer kurzen Einleitung wurden einige seriöse Angebote vorgestellt. Unter anderem waren dabei:

  • Ein Kurs, um sich endlich gut entscheiden zu können – Ziel ist es, mit methodisch fundierten Wegen aus dem Gedankenchaos zu kommen.
  • Ein Programm zur Überwindung von Flugangst – dieses kognitiv-verhaltenstherapeutische Programm hilft, sich mit seinen Ängsten auseinanderzusetzen.
  •  Ein 7-Wochen-Glückstraining – ein Training mit Tipps und praktischen Übungen aus dem Bereich Positive Psychologie.
  •  Ein Coaching, um zu wahrer Stärke zu finden – Ziele sind es, die persönlichen Stärken hervorzuheben, die eigene Ausstrahlung optimieren und die selbst gesetzten Ziele zu erreichen.
  • Ein Konzept, um einfach mal locker zu lassen – dieses „Stressfrei“-Coaching hilft dabei Anspannungen abzubauen.
  • Ein Portal, um ganz offen über Sex zu sprechen – Experten der Pro-Famila-Beratungsstellen beantworten Fragen zu den Themen Liebe und Sex
  • Philosophische Lebensberatung, die hilft alles intensiv zu durchdenken – Online-Hilfe, um die geistigen Ressourcen nachhaltig zu nutzen
  • Unterstützung, um auch tiefe Krisen zu meistern – eine erste Anlaufstelle bei akuter psychischer Not
  • Ein E-Coaching, um zu wahrer Liebe zu finden – eine paartherapeutische Hilfe in drei Stufen

Wie Ihr seht, hat die Cosmopolitan hier ein recht buntes Potpourri an Online-Angeboten zusammengetragen. Die Meisten hatten eines gemeinsam: sie waren entweder kostenlos oder im Vergleich zu einem vollwertigen Coaching sehr günstig. Wie erfolgreich diese Art von Coaching ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke, dass es ein Einstieg sein kann, um sich mit einigen Methoden auseinander zu setzen, für eine langfristige Weiterentwicklung ist die Arbeit mit einem persönlichen Coach nach wie vor erfolgreicher. Ein vollwertiges Coaching ist meinen Augen kein Lifestyle-Produkt, es ist jedoch schön zu sehen, dass sich die Lifestyle-Medien mit dem Thema Coaching befassen.

Stefan Dreimann

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