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Ausbildung zum Coach – lohnt sich das noch? fragte Judith Jenner im März 2012 im Tagespiegel.

Sie sieht zwar den Boom in der Beraterbranche, jedoch fragt sie auch, ob wir noch mehr Coaches brauchen und wie ein Einstieg gelingen kann.

Der Deutsche Bundesverband Coaching e.V. (DVBC) schätzt, dass pro Jahr etwa 4000 Menschen in Deutschland eine Coaching-Ausbildung absolvieren. Ist bei dieser Zahl an Ausbildungen der Markt nicht längst gesättigt? Der Vizepräsident und Forschungsdirektor des Bundesinstituts für Berufsbildung in Bonn, Reinhold Weiß, sieht es aufgrund der Anzahl an Beratern und Trainern auf dem Markt eher skeptisch. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagte er, dass der Gipfel erreicht sei. Und weiter: „Viele Trainer bieten jetzt Coaching an, wo man sich fragen muss, wie es mit der Qualität aussieht“.

Der Leiter des Coaching- und Beratungsinstitut artop, Thomas Bachmann, sieht es weitaus positiver. Er sieht eine ganz natürliche Entwicklung, dass sich Unternehmen in Zeiten immer unübersichtlicher, globaler und komplex vernetzter Arbeitsstrukturen Unterstützung von Fachleuten holen und sich beraten lassen. Er weist darauf hin, dass längst nicht alle Unternehmen und Institutionen mit einem Coach für ihre Führungskräfte zusammenarbeiten.

Um als Coach sich auf dem Markt zu behaupten, muss langfristig geplant werden. Bachmann rechnet mit zwei bis drei Jahren, der DVBC sieht eher eine Aufbauphase von drei bis fünf Jahren. Ähnlich sieht es auch Martin Geiger, der mit seinen lizensierten Life Coaches mindestens fünf Jahre zusammenarbeitet, da auch seine eigenen Erfahrungen eine längere Etablierungsphase bestätigen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Aufbau mehrere Standbeine. Erfolgreiche Coaches bieten meist auch Trainings, Beratungen und Vorträge an, um sich am Markt zu positionieren. Denn unabhängig von der eigenen Erfahrungen und der Ausbildung, um an lukrative Aufträge von Unternehmen zu kommen, muss man sich erst einmal einen Namen machen, indem man Netzwerke nutzt und nach und nach Referenzen sammelt.

Hat man sich als Coach auf dem Markt erfolgreich positioniert, ergeben sich durchaus attraktive Einkommensmöglichkeiten. Der DVBC sieht die untere Grenze bei 100,- pro Zeitstunde für ein qualifiziertes Coaching. „Dabei handelt es sich jedoch um eine untere Grenze. 80 Prozent der marktüblichen Honorare bewegen sich zwischen 150 und 350 Euro pro Zeitstunde“, sagt DVBC-Geschäftsführerin Julia Eversmann.

Entscheidend für den Erfolg als Coach, das zeigen auch unsere Erfahrungen, sind die eigenen Kompetenzen und Kommunikationsfähigkeiten, eine qualitativ hochwertige Ausbildung, die den Teilnehmern das nötige Know-How vermittelt und die nächsten notwindigen Schritte als Coach nach der Ausbildung erklärt und natürlich ein funktionierendes Marketingkonzept, um sich langfristig auf dem Weiterbildungsmarkt zu positionieren.

Den vollständigen Artikel von Judith Jenner finden Sie hier:

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/beraterbranche-coach-werden-lohnt-sich-das-noch/6310908.html

Stefan Dreimann

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