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Empirische Studien an deutschen Universitäten zu Wirkfaktoren im Coaching und Übungsformen in Coaching-Ausbildungen

Coaching erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit, jedoch ist die Berufsbezeichnung Coach nach wie vor rechtlich nicht gesichert. Obwohl in den unterschiedlichen Coaching-Verbänden Qualitätsstandards installiert sind, fehlt es jedoch an einem klaren Verständnis für die generellen Wirkprinzipien im Coachingprozess. Ein Grund dafür ist meiner Meinung nach der Mangel an wissenschaftlicher Forschung, welche im Bezug auf das Coaching immer noch am Anfang steht. Jetzt scheint sich der wissenschaftliche Fokus verstärkt auf das Coaching auszurichten.

Wie dem Coaching-Report zu entnehmen ist, findet an der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Dissertation zu dem Thema „Selbststeuerung im Führungskräftecoaching – eine empirische Studie zu Wirkung und Wirkfaktoren“ statt, für die Coachs und Führungskräfte als Teilnehmer gesucht werden. Maria Pältz vom Lehrstuhl für Erwachsenenbildung der Friedrich-Schiller-Universität Jena möchte die Professionalisierung des Coachings vorantreiben und die vorhandene Wissenschaftslücke schließen. Um diese zu erreichen, forscht Sie an der Studie zu Wirkung und Wirkfaktoren im Coaching.

Dabei sammelt sie für ihre Dissertation Informationen und Erfahrungen von Coachs und Führungskräften aller Führungsebenen und Unternehmer. Die Studie richtet sich also an die Personen, die miteinander ein Coaching beginnen und den Coaching-Prozess gemeinsam durchlaufen. Die Messungen zum Coaching werden mittels Onlinefragebogen zu Beginn, während sowie nach Abschluss des Coaching-Prozesses durchgeführt, wobei für die drei Befragungen insgesamt ungefähr eine Stunde an Zeit benötigt wird. Die erhobenen Daten werden natürlich anonym behandelt. Bedingung für die Teilnahme an der Studie ist der Beginn des Coachings zwischen Februar 2012 bis Februar 2013.

Ziel von Frau Maria Pältz ist es, die Veränderungen im Bezug auf die Selbststeuerung von Führungskräften nach einem Coaching zu analysieren.  Sie will dabei herausfinden, welche genauen Faktoren einen Einfluss auf diese Veränderungen haben. Für die Auswertung werden unterschiedliche Daten der Führungskraft wie seine Bereitschaft für Veränderungen gemessen. Auch die Fähigkeiten der Coachs werden untersucht, denn es fließen auch das Qualifikationsniveau des Coachs und seine Emotionale Kompetenz in die Untersuchung ein. Neben den einzelnen Faktoren beider Seiten des Coaching-Prozesses, wird ebenfalls die Beziehung der beiden zueinander berücksichtigt.

Wenn Sie demnächst Ihr Coaching starten und Interesse haben, an der Studie teilzunehmen, finden Sie den Fragebogen unter: http://www.unipark.de/uc/ktheschnei_Friedrich-Schiller-Un/4a4c/ospe.php?SES=d0cdeaa4cc74b21959ae2c853970c679&syid=389185&sid=389186&act=start Desweiteren finden Sie zusätzliche Informationen zur wissenschaftlichen Fundierung unter: www.eb.uni-jena.de/material/Selbststeuerung.pdf . Sie können sich natürlich auch direkt per E-Mail: maria.paeltz@uni-jena.de oder telefonisch unter 03641 / 945324 melden.

Eine weitere wissenschaftliche Studie befasst sich mit Coaching-Ausbildungen. Bereits im Januar 2012 kam Frau Denise Klenner auf Martin Geigers Life Coaching zu. Sie promoviert an der Leibniz Universität Hannover im Fach Bildungswissenschaften und beschäftigt sich im Rahmen ihrer Dissertation mit Coaching-Ausbildungen. In Kooperation mit dem Arbeitsbereich Bildungsforschung der Leibnitz Universität Hannover führt sie eine Studie zu Übungsformen in Coaching-Ausbildungen durch. Die Befragung richtet sich an Coaching-Ausbilderinnen und -Ausbilder, also an Personen, die aktiv an der Durchführung von Coaching-Ausbildungen beteiligt sind. Sie möchte dabei explizit auch Personen erreichen, die einzelne Module im Rahmen bestehender Ausbildungen durchführen. Die Teilnahme an der Befragung dauert etwa 8 bis 10 Minuten. Sämtliche Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken und werden anonym erhoben, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Ausbildungsinstitutionen möglich sind.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und an dieser Studie teilnehmen möchten, finden Sie die Befragung unter http://www.unipark.de/uc/coachingausbildung_LUH/ Bei Fragen zur Studie erreichen Sie Frau Denise Klenner jederzeit per Mail unter denise.klenner@iew.phil.uni-hannover.de

Ich finde es schön zu sehen, dass Coaching stärker in den wissenschaftlichen Fokus rückt damit die Professionalisierung dieser Weiterbildungsmaßnahme voran getrieben wird. Daher sollten alle Coaches die Möglichkeiten nutzen und an den Studien teilnehmen – denn es profitiert jeder davon.

Stefan Dreimann

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