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Es ist tragisch.

Da investiert man fünfstellige Beträge, belegt eine Ausbildung bei einer Speaker-Koryphäe, fliegt dafür um den halben Erdball, legt dann noch eine Stange Geld zusätzlich drauf, um bei einer Agentur direkt vom Start weg als exzellenter Redner geführt zu werden und dann … bricht plötzlich ein ganzer Markt weg.

Dabei hätte alles so schön sein können.

Hundertausende Veranstaltungen pro Jahr die auf eine neue Speaker-Generation warten, um ihnen exorbitante Honorare bei minimalistischen Zeiteinsatz zu bezahlen.

Der Markt wird sich bereinigen. Plötzlich werden Bühnen auf absehbare Zeit rar. Wird der Konkurrenzkampf schärfer. Wer vorher in der Branche noch gar nicht existent war, wird dies wohl auch auf absehbare Zeit bleiben: Unsichtbar. 200.000 Veranstaltungen pro Jahr werden sich dramatisch reduzieren. Und damit den Rookies kaum Platz bieten. Denn sobald sich der Markt erholt, wird er auf etablierte und bewährte Kräfte vertrauen.

Schon zuvor war aufgrund der zunehmenden Anzahl von Speakern, die allesamt nach „Schema F“ vorgegangen sind, weil sie es eben so gelernt haben, die Luft dünn. Viele wirkten bisweilen so überfordert wie ein Theoretiker, der zwar die 1.000 Stellungen des Kamasutras kennt, aber leider gerade keinen Partner hat. Ist dann irgendwie auch doof.

Gefragt waren immer mehr Unternehmer, die aus der Praxis berichten, wie ich aus dem Mund des Gründers einer Deutschen Sprecher Vereinigung mit international klingendem Namen bereits vor 5 Jahren, also lange vor irgendeiner Coronakrise, erfahren durfte.

Wohl dem, der den Verlockungen des schnellen Euros wiederstand und Trainer geblieben ist. Oder doch nicht? Naja, selbst mit 200 Trainingstagen pro Jahr ausgebuchte Kollegen haben plötzlich erdrutschartige Verluste zu verschmerzen.

Gibt es einen Plan B? Klar doch: Webinare vielleicht oder ein Online-Kurs? Oder doch besser ein E-book, ein Podcast oder den „Ich schenk‘ dir mein Buch“-Funnel? Du solltest dabei nur realisieren: Damit wirst Du auf absehbare Zeit kein Geld verdienen. Denn realistisch betrachtet, werden auch in den kommenden Jahren aus den Heerscharen herangezüchteter Speaker selbst im Kerngeschäft nicht mehr als 5 % nennenswerte Honorareinnahmen erzielen.

Natürlich wünsche ich jedem zukünftigen Kollegen nach seiner Ausbildung nur das Allerbeste! Aber trotz aller guten Wünschen: Bitte wach‘ auf und überdenk mal dein Geschäftsmodell!

Mein sehr geschätzter Kollege Martin Limbeck (meines Wissens einer der wenigen, die aktuell keine Speaker-Ausbildung offerieren) hat einmal auf einem Vortrag für einen Berufsverband gefragt, wer der anwesenden Teilnehmer Speaker, wer Redner und wer Coach sei. Nachdem sich die Zuhörer entsprechend eingeordnet hatten, entgegnete er in seiner gewohnt zurückhaltenden Art: Setzen, sechs. Sie alle sind Unternehmer, die einen Vortrag halten, ein Training geben oder ein Coaching durchführen.

Das trifft den Nagel auf den Kopf. Und wer seiner unternehmerischen Verantwortung nachkommt, der differenziert sein Geschäftsmodel. Das wäre schon gestern ziemlich klug gewesen. Heute hingegen ist es überlebenswichtig.

Allein der gesunde Menschenverstand dürfte einem klar machen, dass ein Markt von 200.000 Auftraggebern gegenüber einem Markt, der theoretisch aus 80 Millionen Auftraggebern besteht, schneller gesättigt ist.

Trotzdem wurde ich als Coach-Ausbilder lange Zeit belacht. 1:1 arbeiten, Zeit gegen Geld tauschen, wie unattraktiv ist das denn? Raus aus dem Hamsterrad, rein in die vier Stunden Woche, Rolex, Hotelbars und Champagner für alle.

Soll ich euch was sagen? Von den zehn Unternehmern, die ich über einen Zeitraum von jeweils 12 Monaten für ein mitunter fünfstelliges Honorar coache, ist mir kein einziger (!) weggebrochen. Nicht, weil ich so toll bin. Sondern weil ich meine Coachings per Telefon durchführe. Vorträge hingegen habe ich in den letzten drei Monaten keinen einzigen halten können. Und das wird auch die nächsten drei Monate andauern. Mindestens.

Zwischenzeitlich hatte ich mich schon gefragt, ob mein Alleinstellungsmerkmal der bundesweit einzigen Ausbildung für Telefoncoaching überhaupt noch zeitgemäß ist? Sexy war es jedenfalls nur bedingt. Aber wisst ihr was? Erfolg macht sexy. Und zwar weniger der des Ausbilders, als der seiner Schützlinge.

Haben denn die ganzen Experten eine tragfähige Alternative für Ihre Schützlinge parat? Ich hatte einem der bekannteren Speaker-Macher in Deutschland zu Beginn der Pandemie eine Kooperation vorgeschlagen, um seinen Schülern eine Alternative zu bieten. Wollte er nicht. Zu wenig Mehrwert für den Ausbilder. ☹

Es hilft alles nichts. Ihr müsst selber aufwachen! Und Euer Geschäftsmodell überdenken.

Braucht ihr dazu mich oder irgendeinen anderen Experten?

Natürlich nicht. Aber wenn ihr mit mir sprechen wollt, gebe ich euch meine Erfahrung gerne in einem Strategiegespräch weiter. Mein Ziel dabei? Wenn es uns beiden sinnvoll erscheint, zeige ich euch gerne auf, wie ihr mit Telefoncoaching eurer Dienstleistungspalette einen wertvollen Baustein hinzufügen könnt. Der heute möglichweise gefragter ist als manch anderer. Und dem vor allem die praktische Umsetzung der Teilnehmer zu Grunde liegt. Denn es gibt auch noch so etwas wie einen Mehrwert, eine sinnhafte Tätigkeit oder eine Berufung, die euch auf dem Weg zur Selbstverwirklichung unterstützt. Und hierbei sollte euer Einkommen beileibe nicht der Hauptantrieb sein. Aber das durftet ihr ja vielleicht schon lernen? Hoffentlich nicht zu schmerzhaft.

Nur, um es von vornherein klar zu machen: Ja, Coaches auszubilden, ist Teil meines Geschäftes. Seit 17 Jahren übrigens. Ich bin also Unternehmer, der auch Coaches ausbildet. Kein Gutmensch. 😊

Deshalb kann ich Euch als Kollegen zwar gerne ein paar Hundert Euro entgegenkommen, um meinerseits einen Beitrag zu leisten. Knapp 2.000 Euro netto müsst ihr dennoch aufbringen, wenn ihr Euer Geschäftsmodell sinnvoll erweitern wollt. Warum? Weil ich Euch meine gesamtes Know How aus 17 Jahren an die Hand gebe. Und weil ihr bei entsprechender Umsetzung in der Lage seid, damit unmittelbar Geld zu verdienen. Ungeachtet, der gegenwärtigen Beschränkungen.

Ich möchte mich mit diesem Beitrag gar keinem unnötigen Shitstorm aussetzen. Auch wenn ich Euch jetzt nicht das gesagt habe, was ihr gerne hören wollt. Vielleicht nehme ich dafür einfach meinen Job als Coach zu Ernst? Mir liegt es in erster Linie wirklich am Herzen, Euch weiterzuhelfen. Und mit Klartext funktioniert das nach meiner Erfahrung am Besten!. Ich kann und will mir gar nicht anmaßen, die Qualität irgendeiner dieser Ausbildungen zu kritisieren. Was teuer ist, in Weltmetropolen abgehalten wird oder sogar den Namen von Edelmetallen trägt, kann ja nicht schlecht sein. Das ist auch nicht der Punkt. Aber auch sonst dürft ihr selbstverständlich anderer Meinung sein. Und natürlich könnte ich Unrecht haben oder ihr die Ausnahme darstellen. Aber wenn dem nicht so ist, lasst uns miteinander sprechen.

https://effizientertainer.as.me/coachingbusiness

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